Aktuelles / Veranstaltungen

Weiterbildungen in der Klinik Via Mentis

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir freuen uns, dass nach einer längeren Pause wegen der Corona-Pandemie nun wieder regelmäßige Weiterbildungsveranstaltungen in der Via Mentis in Präsenz stattfinden werden.

Gerne nehmen wir Sie in unseren Verteiler auf und informieren Sie regelmäßig per Mail über aktuelle Veranstaltungen.

Anmeldung/Information:
Renate Kleinmanns – Tel: 0211 – 542559 111
Veronika Münster – Tel: 0211 – 542559 112
Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

Umgang mit psychischen Belastungen im Beruf in Zeiten von Pandemie, Klimawandel, Rollenwandel und Krieg – Dr. U. Simson

19.10.2022, Mittwoch, 16:00 bis 19:30 Uhr, Rennbahnstraße 2, 40629 Düsseldorf

Mit unseren psychischen Grundbedürfnissen, willkommen zu sein, dazuzugehören, wertgeschätzt, anerkannt und selbstbestimmt zu sein (Grawe), machen wir zunächst vor allem in der Familie Erfahrungen, die uns prägen. Später verbringen wir die meiste Zeit des Tages mit Vorgesetzten, Kollegen, Mitarbeitern und Kunden im Beruf, wo die Umsetzung, der in der Kindheit entwickelten Strategien, mehr oder weniger gelingt. Der Arbeitsplatz kann – ebenso wie die Familie – Ressource und Belastung sein.

Homeoffice, neue finanzielle Belastungen, Ängste vor Klimawandel und Krieg verschärfen die Belastungen. Manchmal erhöhen Wandel im Rollenverständnis die Vielzahl der Ansprüche noch.

Erfahrungen am Arbeitsplatz beeinflussen die psychische Gesundheit so nachhaltig. Um die Wechselwirkungen zu verstehen und eine positive Entwicklung zu fördern, werden soziologische Konzepte wie das Modell der Gratifikationskrise (Siegrist), das Anforderungs-Kontroll-Modell (Kasarek und Theorell), Emotionsarbeit (Hochschild), Neuberger Matrix (Neuberger), Arbeitsverdichtung und Mobbing (Leymann) in Beziehung gesetzt zu psychosomatischen Modellen wie der Bindungstheorie (Bowlby) und Selbstpsychologie (Kohut).

Fallbeispiele der Teilnehmer sind willkommen! Neben der Patientenperspektive ist auch ein Blick auf die eigenen spezifischen psychischen Belastungen im Beruf als „Psychotherapeut“ möglich.

 

Selbstvertrauen und Zuversicht trotz Enttäuschungen – Psychosomatische Perspektiven im Berufsleben –  Dr. U. Simson

28.10.2022 – 01.11.2022 – Arbeitsgruppe 16 im Rahmen der 27. Psychotherapietage NRW in Bad Salzuflen

Anmeldung und Programm Psychotherapietage NRW

Selbstvertrauen und Zuversicht aufrecht zu erhalten, wenn man bei der Arbeit Kränkung, Überforderung, vielleicht sogar Ausgrenzung oder Kündigung und Arbeitslosigkeit erlebt hat, ist anspruchsvoll.

Mit unseren psychischen Grundbedürfnissen, willkommen zu sein, dazuzugehören, wertgeschätzt, anerkannt und selbstbestimmt zu sein (Grawe), machen wir die ersten Beziehungserfahrungen in unserer Primärfamilie. Geprägt durch diese Erfahrungen, verbringen wir die meiste Zeit des Tages mit Vorgesetzten, Kollegen, Mitarbeitern und Kunden im Beruf, wo die Umsetzung, der in der Familie entwickelten Strategien, mehr oder weniger gelingt. Der Arbeitsplatz kann – ebenso wie die Familie – Ressource und Belastung sein. Erfahrungen am Arbeitsplatz beeinflussen die psychische Gesundheit nachhaltig. Um die Wechselwirkungen zu verstehen und eine positive Entwicklung zu fördern, werden soziologische Konzepte wie das Modell der Gratifikationskrise (Siegrist), das Anforderungs-Kontroll-Modell (Kasarek und Theorell), Emotionsarbeit (Hochschild), Neuberger Matrix (Neuberger), Arbeitsverdichtung und Mobbing (Leymann) in Beziehung gesetzt zu psychosomatischen Modellen wie der Bindungstheorie (Bowlby) und Selbstpsychologie (Kohut).

Anhand von Fallbeispielen werden Lösungsansätze entwickelt. Fallbeispiele der Teilnehmer sind willkommen! Neben der Patientenperspektive ist auch ein Blick auf die eigenen spezifischen psychischen Belastungen im Beruf als „Psychotherapeut“ interessant. Ressourcen auch für den eigenen Umgang mit Belastung werden gemeinsam entwickelt.

 

Rechtliche Aspekte in der stationären und ambulanten Psychotherapie – Rechtsanwältin Brigitte Albers

16.11.2022, Mittwoch, 16:00 bis 19:30 Uhr, Rennbahnstraße 2, 40629 Düsseldorf

Frau Albers ist Rechtsanwältin und seit 1996 im Gesundheitsrecht tätig. Sie wird wesentliche Gesetzte und Richtlinien, insbesondere hinsichtlich Patientenrechte, Behandlung, Unterbringung und Betreuung psychisch Kranker aus juristischer Sicht darstellen.

Die Fallstricke, die bei Dokumentationspflicht, Auskunftspflicht und Datenschutz auftreten können, werden von ihr in verständlicher Form dargestellt. Fragen hierzu und eine lebhafte Diskussion sind ausdrücklich erwünscht.

 

Behandlung Somatoformer Störungen / Das Somatische Narrativ – Ansatz und Methode – Dr. W. Schurig und Dr. U. Simson

14.12.2022, Mittwoch, 16:00 bis 19:30 Uhr, Rennbahnstraße 2, 40629 Düsseldorf

PatientInnen mit somatoformen Störungen sind zahlreich – aber nicht leicht erreichbar. Gerade die problematischen Arzt-Patient-Interaktionen geben Aufschluss über die Beweggründe der Patienten. Weil vom Auftreten der ersten Symptome bis zur Diagnosestellung nicht selten viele Jahre vergehen, droht Chronifizierung, verbunden mit erheblichem Leidensdruck, Arbeitsunfähigkeit und schließlich Erwerbsunfähigkeit. Im Kontrast zur fehlenden Nachweisbarkeit organischer Korrelate, die die empfundene Symptomatik ausreichend erklären, stellen die Patienten körperliche Beschwerden ganz in den Vordergrund, haben oft wenig Zugang zur Wahrnehmung von Emotionen und Konflikten. Die Methode des „Somatischen Narrativs“ greift dieses Phänomen auf, nutzt die Bereitschaft der Patienten, ihr körperliches Erleben zu erforschen und hilft, die Hintergründe zu erhellen. In einzigartiger Weise wird so erstmals in der narrativen Psychotherapie das Körpererleben verlässlich und hoch wirksam sowie nachhaltig nutzbar gemacht. Die Wirksamkeit von Psychotherapie bei somatoformen Störungen ist erwiesen und die frühe Behandlung besonders lohnend.

Mindestens ein Viertel der Arztbesuche in Allgemeinarztpraxen ist durch somatoforme Störungen begründet. Zum bunten Bild der Erscheinungsformen somatoformer Störungen gehören neben sehr häufigen Überschneidungen zu Traumafolgestörungen die Somatisierungsstörungen, somatoforme autonome Funktionsstörungen, anhaltende somatoforme Schmerzstörungen und hypochondrische Störungen.

 

Informationen zu früheren Veranstaltungen

Indikationen zur stationären psychosomatischen Behandlung bei Diabetes mellitus – 03.09.2022 – Dr. med. U. Simson

Vortrag im Rahmen des Qualitätszirkels Psychodiabetologie an Rhein & Ruhr im Rahmen des 20. Düsseldorfer Diabetes-Tages in der Handwerkskammer Düsseldorf

Download: Vortrag als PDF

 

DGPM/DKPM Kongress 2022 Berlin
„Das somatische Narrativ“ – Dr. Walter Schurig

Für ganze Ansicht hier klicken